Forschungsförderung

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Änderungen bei der Förderung von Dekarbonisierungsmaßnahmen

15.02.2024 - Das BMWK verbessert den Zugang zu Fördermitteln für die Dekarbonisierung in Industrie und Gewerbe.
Die „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) tritt heute mit novellierten Förderrichtlinien in Kraft. Mit der Novelle wird das Antragsverfahren vereinfacht, mit dem Ziel, Unternehmen einen unbürokratischen Zugang zu Fördermitteln zu ermöglichen. Das heißt: Die bisher beihilferechtlich notwendige Berechnung der sogenannten Investitionsmehrkosten entfällt weitestgehend. Für bestimmte Anlagen wird ein neues, besonders einfaches Antragsverfahren eingeführt. Außerdem erhalten Unternehmen für Investitionen in zentrale Technologien zur Dekarbonisierung der Industrie einen Dekarbonisierungsbonus.

Es gibt sowohl nicht rückzahlbare Zuschüsse, als auch die Möglichkeit eines KfW-Kredits.

Förderung Dekarbonisierung 2024

Die wesentlichsten Neuerungen im Überblick:

Einführung eines Stufenmodells in Modul 4:
Stufe 1: bürokratiearme „Basisförderung“ für kleinere Effizienzmaßnahmen an vorgegebene Anlagen (z.B. Werkzeugmaschinen),
Stufe 2: höhere „Premiumförderung“ für Vorhaben mit mindestens 30% THG-Einsparung und
Stufe 3: zusätzlicher Dekarbonisierungsbonus für Vorhaben zur Elektrifizierung mit erneuerbarem Strom, außerbetrieblichen Abwärmenutzung sowie Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff;
Förderung der gesamten Investitionskosten ohne die bisher behilferechtlich notwendige und aufwendige Berechnung der Investitionsmehrkosten
Einführung einer Zinsverbilligung von bis zu 0,5 Prozentpunkten des Zinssatzes bei der KfW-Kreditförderung (ab 18. April 2024) und Anhebung des maximalen Kreditvolumens von 25 auf 100 Millionen Euro;
Erhöhung der maximalen Fördersumme von 15 auf 20 Millionen Euro pro Vorhaben in den Fördermodulen 2, 3, 4 und im Förderwettbewerb;
Reduktion der Förderquoten in den Modulen 1 bis 4, insbesondere für Prozesswärme aus Biomasse.

Änderungen bei der steuerlichen Forschungsförderung

Änderungen SFF

Mai 2024 - Das Wachstumschancengesetz ist nun endlich aufgewertet worden, nachdem der Bundesrat in seiner 1042. Sitzung am 22. März 2024 beschlossen hat, dem vom Deutschen Bundestag am 17. November 2023 und am 23. Februar 2024 verabschiedeten Gesetz gemäß Artikel 105 Absatz 3, Artikel 108 Absatz 5 Satz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen und damit einen Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat vom 21. Februar 2024 bestätigt.

Ende April wurde das Gesetz geändert und ist somit in Kraft getreten.

Es gibt signifikante Veränderungen für die steuerliche Forschungszulage. Mit diesem neuen Gesetz soll es dem Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland möglich gemacht werden, im internationalen Vergleich deutlich aufzuholen.   
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Folgend die Änderungen:

1. Die maximale Bemessungsgrundlage wird auf 12 Mio. € pro Jahr steigen und verdreifacht sich somit im Vergleich mit 2021 - 2023. Für das Einführungsjahr 2020 betrug sie nur 2 Mio. €.  Damit könnten Unternehmen künftig  jährlich bis zu 3 Mio. € als Steuergutschrift erhalten und Klein- und Mittelstandsunternehmen theoretisch sogar 4,2 Mio. € .

2. KMU bekommen einen Bonus von 10 Prozentpunkten. Somit wird aus 25 % Förderung nun künftig 35 % für KMU für Aufwendungen nach dem 27.03.2024!

3. Entwicklungsaufträge werden für Aufwendungen nach dem 27.03.2024 mit 70 % als förderfähig berücksichtigt. Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben an externe Unternehmen,  oder auch an Forschungsinstitute und Universitäten ganz oder teilweise in Auftrag geben, bringt die Gesetzesänderung ebenfalls Vorteile. Statt der bisherigen 60 % könnten nun 70 % der Aufwendungen, die der Auftraggeber für einen externen Auftrag aufwendet, als förderfähige Ausgaben berücksichtigt werden. Dadurch wird die effektive Förderhöhe von 15 % auf 17,5 % für große Unternehmen und für KMU ( bis 250 Mitarbeiter, einem max. Jahresumsatz von 50 Millionen €, oder 43 Millionen € Bilanzsumme) durch alle Änderungen für Aufwendungen nach dem 27.03.2024  auf 24,5 % Förderung steigen.

4. Einzel- und Mitunternehmer können künftig  für ihre Eigenleistungen pauschal 70 .- € / Arbeitsstunde  geltend machen können. Bisher sind es nur 40.- €.

5. Künftig soll auch eine Herabsetzung der Steuervorauszahlungen um die festgesetzte Forschungszulage auf Antrag möglich sein.

6. Bislang beschränkte sich die Förderung nach dem FZulG auf die dem Lohnsteuerabzug unterliegenden Arbeitslöhne von Mitarbeitern in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie auf Eigenleistungen von Einzelunternehmern und Auftragsforschungsentgelte. Künftig wird die Förderung auf abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ausgeweitet, die im Rahmen von begünstigten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben genutzt werden. Dies würde Unternehmen neue Wege ebnen, um die Forschungszulage für notwendige Investitionen zu nutzen und Innovationen voranzutreiben.

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden: Das Wirtschaftsgut wurde nach dem 27. März 2024 angeschafft oder hergestellt.
Das Wirtschaftsgut wird im begünstigten FuE-Vorhaben ausschließlich eigenbetrieblich verwendet.
Das Wirtschaftsgut ist für die Durchführung des FuE-Vorhabens erforderlich.

Durch diese Änderungen ist dieses Förderprogramm noch interessanter geworden. Bei rückwirkenden Beantragungen bis einschließlich 31.12.2023 und für Aufwendungen vor dem 28.03.2024 bleibt aber sowieso alles beim alten.

Nachdem für ZIM - Projekte der Aufwand durch die AGVO ab 2024 noch größer geworden ist und die Zuschüsse bei der Steuerlichen Forschungsförderung nicht als Einnahme versteuert werden müssen, ist es künftig genau zu prüfen, ob die Steuerliche Förschungsförderung nicht die bessere Alternative zu einem ZIM ist. Das ist natürlich von Fall zu Fall zu prüfen, was wir gerne für Sie übernehmen.

Selbst Unternehmen die keine schwarzen Zahlen schreiben, können von der steuerlichen Forschungsförderung profitieren, da ihre Ansprüche erstattet werden, d.h. bei negativem Ergebnis wir das Geld auf ihr Geschäftskonto überwiesen. Dadurch wird die SFF auch für  Start-Ups mit Anlaufverlusten und Unternehmen, die von der Energiekrise und Corona gebeutelt wurden sehr attraktiv.

Auf YouTube können Sie auch einen Video von uns zu dem Thema “Gesetzesänderungen 2024 der steuerlichen Forschungsförderung “ sehen. Klicken sie dazu einfach auf das rechte Bild. Dieser Video ist zwar noch vor der Änderungseinführung entstanden,

Steuerliche Forschungsförderung 2024

aber der damalige Gesetzesentwurf ist genauso durchgegangen, so dass die im Video enthaltenen Aussagen, außer dem Stichtag 28.03.2024,  weiterhin Gültigkeit haben

Wir informieren Sie hierzu gerne unverbindlich ausführlich über Ihre Möglichkeiten!

Änderungen bei ZIM

Zum 15.12.2023 wurde die am 21. November 2023 vom Bundesfinanzministerium verfügte Haushaltssperre wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit können wieder neue finanzielle Zusagen getätigt werden, die mit Zahlungen für die Jahre ab 2024 verbunden sind.
Bewilligungen von Anträgen für neue Vorhaben im ZIM sind damit ebenfalls wieder möglich.
Link zur ZIM-Info auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz:
https://www.zim.de/ZIM/Redaktion/DE/Meldungen/2023/4/2023-12-15-Bewilligungen-im-ZIM-wieder-m%C3%B6glich.html

Nachdem bei ZIM zwischenzeitlich nur noch ein Projekt alle 2 Jahre möglich waren, sind wir nun ab sofort wieder zu guten Neuigkeiten für KMU zurückgekehrt!
Ab sofort können Sie wieder bis zu zwei Forschungs- und Entwicklungsprojekte innerhalb von 12 Monaten im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand bewilligt bekommen. Die 24-Monats-Wartezeit ist somit Vergangenheit.

Leider gibt es aber auch eine schlechte Nachricht: Der Overhead für die Kosten neben den Mitarbeiterkosten ist nicht mehr möglich. Nachdem der europäische Gerichtshof zur Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) ein Urteil gegen diese Vorgehensweise gefällt hat, müssen seit 2024 alle Kosten separat aufgeführt und auch nachgewiesen werden, was den Aufwand für ein ZIM - Projekt nochmals erhöht.

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