Forschungsförderung

Fördermittel Lexikon

Dies ist ein Lexikon über Begriffe aus dem Bereich der Fördermittel.

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Für Erklärungen zum Thema Fördermittel wählen Sie bitte unter den folgenden Begriffen:

Lexikon Erfindungen

KMU - Kleine und mittlere Unternehmen

KMU sind Klein- und Mittelstandsunternehmen und nach der Schwellenwert – Tabelle definiert. Bei Fördermitteln ist die Definition aber manchmal abweichend. So kann bei einem ZIM-Projekt ein Mittelstandsunternehmen bis zu 500 Mitarbeiter haben und wenn ein kleines Unternehmen mit beteiligt ist, kann ein 2. Unternehmen sogar bis zu 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, wobei immer das ganze Unternehmen, oder Konzern gewertet wird. Es gilt also immer der Einzelfall zu betrachten.

 

 

KMU

Unternehmen in Schwierigkeiten (am Beispiel Gesetzestext SFF)

Gemäß Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c AGVO gilt die AGVO nicht für Beihilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten. Daher darf eine FZul nach dem FZulG grundsätzlich nicht für ein Unternehmen gewährt werden, welches nach der beihilferechtlichen Definition ein Unternehmen in Schwierigkeiten ist.
Mit der Verordnung (EU) Nr. 972/2020 vom 2. Juli 2020 (a. a. O.) hat die Europäische Kommission Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c AGVO erweitert und eine Ausnahme vom Ausschluss der Beihilfegewährung vorgesehen. Danach darf eine Beihilfe dann gewährt werden, wenn das anspruchsberechtigte Unternehmen am 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten war, aber in der Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2021 zu einem Unternehmen in Schwierigkeiten wurde. Mit der Verordnung (EU) Nr. 1237/2021 der Kommission vom 23. Juli 2021 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ABl. L 270 vom 29. Juli 2021, S. 39) hat die Europäische Kommission diese Ausnahme verlängert. Unternehmen, die im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 zu Unternehmen in Schwierigkeiten wurden, können Beihilfen nach der AGVO und damit auch nach dem FZulG erhalten. Die Ausnahme in Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c Satz 2 AGVO gilt für alle Unternehmen in Schwierigkeiten, unabhängig von der Ursache der Schwierigkeiten.
Was Unternehmen in Schwierigkeiten sind, ist in Artikel 2 Nummer 18 AGVO geregelt. Danach ist ein Unternehmen ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“, wenn auf dieses Unternehmen mindestens einer der folgenden Umstände zutrifft:

a) Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (z. B. die Aktiengesellschaft, die Kommanditgesellschaft auf Aktien, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ausgenommen KMU (Kleine und mittlere Unternehmen), die noch keine drei Jahre bestehen): Mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen. Dies ist der Fall, wenn sich nach Abzug der aufgelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen, die im Allgemeinen den Eigenmitteln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht.

b) Im Falle von Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft haften (z. B. OHG, KG, ausgenommen KMU, die noch keine drei Jahre bestehen): Mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen.

c) Das Unternehmen ist Gegenstand eines Insolvenzverfahrens oder erfüllt die im innerstaatlichen Recht vorgesehenen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag seiner Gläubiger.

d) Das Unternehmen hat eine Rettungsbeihilfe erhalten und der Kredit wurde noch nicht zurückgezahlt oder die Garantie ist noch nicht erloschen beziehungsweise das Unternehmen hat eine Umstrukturierungsbeihilfe erhalten und unterliegt immer noch einem Umstrukturierungsplan.

e) Im Falle eines Unternehmens, das kein KMU ist: In den letzten beiden Jahren 1. betrug der buchwertbasierte Verschuldungsgrad des Unternehmens mehr als 7,5 und 2. das anhand des EBITDA berechnete Zinsdeckungsverhältnis des Unternehmens lag unter 1,0.
 
 
In Artikel 2 Nummer 18 Buchstabe a und b AGVO ist aufgeführt, dass ein Unternehmen als Unternehmen in Schwierigkeiten gilt, „wenn sich nach Abzug der aufgelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen, die im Allgemeinen den Eigenmitteln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht“. Nach Auffassung der Europäischen Kommission werden Gesellschafterdarlehen, die mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen sind, als Fremd- und nicht als Eigenkapital angesehen. Die Einordnung von Nachrangdarlehen als Fremdkapital ist nach Auffassung der Europäischen Kommission auch unabhängig von der gewährenden Person, d. h. unabhängig davon, ob es sich um ein Nachrangdarlehen eines Gesellschafters oder eines Dritten handelt. Eine Ausnahme davon, dass derartige Nachrangdarlehen als Fremdkapital anzusehen sind, besteht, wenn die Rückzahlungsverpflichtung nur im Fall der Liquidierung entsteht. Diese Ausnahme dürfte nach derzeit vertretener Auffassung der Europäischen Kommission für Wandeldarlehen nicht gelten. Nach Artikel 2 Nummer 28 AGVO gilt als Tag der Gewährung der Beihilfe der Tag, an dem der Beihilfeempfänger nach dem geltenden nationalen Recht einen Rechtsanspruch auf die Beihilfe erwirbt. Gemäß Artikel 3 AGVO müssen zu diesem Zeitpunkt die Freistellungsvoraussetzungen der AGVO, mithin auch die Voraussetzungen des Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c AGVO erfüllt sein. Beihilferechtlich geboten ist der Ausschluss für Unternehmen in Schwierigkeiten daher zum Zeitpunkt des Erwerbs eines Rechtsanspruchs auf die Beihilfe nach nationalem Recht. Gemäß § 4 Absatz 1 Satz 2 FZulG entsteht der Anspruch auf FZul mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die förderfähigen Aufwendungen beim Anspruchsberechtigten entstanden sind. Daher ist ein Anspruch auf FZul zu versagen, wenn ein Unternehmen zu diesem Zeitpunkt als Unternehmen in Schwierigkeiten einzustufen ist. Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c Satz 2 AGVO ist zu beachten.

Startup

Der DSM (Deutscher Startup Monitor) definiert den Begriff "Startup" folgendermaßen: Startups sind jünger als 10 Jahre. Startups haben ein geplantes Mitarbeiter- und / oder Umsatzwachstum und / oder sind mit ihren Produkten / Dienstleistungen, ihrem Geschäftsmodell und / oder ihrer Technologien (hoch) innovativ.
Der Begriff Startup kennzeichnet junge Unternehmen mit innovativen und skalierbaren Produkten, Dienstleistungen, Geschäftsmodellen oder Technologien. Sie verfügen in der Regel nur über geringes Kapital und weisen in der Anfangsphase einen negativen Cashflow aus.

StartUp

Bei vielen Förderprogarammen spielt es keine Rolle, ob ein Unternehmen ein StartUp ist, oder nicht, aber es gibt auch Ausnahmen. Zu Beispiel wird bei KMU´s die noch keine 3 Jahre bestehen bei der Steuerlichen Forschungsförderung die finanzielle Situation anders bewertet, oder bei ZIM gibt es einen zusätzlichen Bonus für Startups.

KfW

Die KfW oder Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine deutsche Förderbank und eine der führenden Förderbanken der Welt. Seit 1948 setzt sie sich im Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern.

Allein 2022 hat sie dafür ein Fördervolumen von knapp 167 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt. Davon flossen 33 % in Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz. Mit ihren Finanzierungs- und Förderleistungen handelt sie im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und trägt weltweit zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) bei. Der DSM (Deutscher Startup Monitor) definiert den Begriff "Startup" folgendermaßen: Startups sind jünger als 10 Jahre. Startups haben ein geplantes Mitarbeiter- und/ oder Umsatzwachstum und/ oder. sind mit ihren Produkten/ Dienstleistungen, ihrem Geschäftsmodell und/ oder ihrer Technologien (hoch) innovativ.
Bei der KfW sind relativ viele Fördermittel angehängt. Klassisch bekannt ist die Förderung von energetischen Sanierungen von Häusern und Niedrigenergiehäusern.  Aber auch für Unternehmen gibt es viele Förderprogramme bei der KfW. so z.B. mehrere Dekarbonisierungsprogramme, Digitalisierungsprogramme, sowie Finanzierungspakete für die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse. Bei der KfW gibt es vergünstigte Kredite, aber auch nicht rückzahlbare Zuschüsse.

BSFZ

Jedes Unternehmen mit Steuersitz in Deutschland hat einen Rechtsanspruch auf finanzielle Unterstützung, wenn es forscht und entwickelt. Ob ein F+E Vorhaben gemäß den Vorgaben des Forschungszulagengesetzes förderfähig ist, bescheinigt die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ).

Die BSFZ ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragt, die Anträge für die Steuerliche Forschungsförderung (SFF) zu prüfen.

Bescheinigungsstelle Forschungszulage GbR
Postfach 10 11 39
D-40002 Düsseldorf

VDI-Platz 1
D-40468 Düsseldorf

Telefon: +49 (0) 211 6214-401
Telefax: +49 (0) 211 6214-484

E-Mail: vditz(at)vdi.de
www.bescheinigung-forschungszulage.de

Dekarbonisierung

Unter Dekarbonisierung versteht man die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen, wodurch ein geringerer Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre erreicht wird.

Förderfähig sind Maßnahmen, welche die Strom- oder Wärmeeffizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energieverbrauchs und somit zur CO-2 Einsparung beitragen. Von hocheffizienten Standardkomponenten bis zu komplexen Systemlösungen sind Förderungen möglich.

Gefördert werden In- und ausländische gewerbliche Unternehmen und Contractoren,
Kommunale Unternehmen mit privater Rechtsform, Landesunternehmen mit privater Rechtsform, freiberuflich Tätige, gemeinnützige Antragsteller, sofern diese wirtschaftlich tätig sind, mit einem Standort in Deutschland.

Es ist ein Zuschuss zu den Maßnahmen, als auch ein Kredit mit Tilgungszuschuss möglich.

Grundsätzlich gibt es verschieden Antragsverfahren, je nachdem, ob eine experimentelle neue Anlage erstellt werden soll, oder in einem bestehenden energieintensiven Unternehmen die Technologie geändert werden soll, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Es können auch mehrere verschiedene Fördermodule miteinander kombiniert werden.

Auch Erweiterungsinvestitionen, oder neue Produktionsanlagen sind förderfähig. In diesem Fall muss im Einsparkonzept schlüssig dargestellt werden, inwiefern das Vorhaben zur Senkung des Energieverbrauchs im Unternehmen beiträgt.

Wichtig ist auch, dass wie bei den meisten Förderprogrammen, der Antrag vor Beginn der Maßnahme erteilt sein muss. Sollte es bei Ihnen eilen kann bei diesem Programm ein Antrag auf sofortige Freigabe zum  Beginn der Maßnahmen gestellt werden.
 

SFF – Steuerliche Forschungsförderung

Die Steuerliche Forschungsförderung basiert auf einem Gesetz aus dem Jahr 2020 und soll Unternehmen, die in Deutschland steuerpflichtig sind bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützen.

Diese Förderung steht allen Unternehmen zu, unabhängig von der Größe, es gilt also vom Einzelunternehmen bis zum Konzern. Begrenzt wird das Programm nur durch den maximalen Förderbetrag von 1 Mio. Euro pro Jahr, der allerdings 2024 auf 3 Mio. EUR pro Jahr erhöht wurde.

SFF - Steuerliche Forschungsförderung

Die Auszahlung erfolgt über die Einkommenssteuer, oder die Körperschaftssteuer und erfolgt steuerfrei, was den niedrigen anteiligen prozentualen Förderbetrag relativiert.

Gefördert werden Mitarbeiterkosten aus F+E mit 25 %. Ab 2024 bekommen KMU einen Bonus von 10 %. Ferner sind auch externe Rechnungen förderfähig. Förderbar sind Projekte die ab 2020 begonnen haben. Diese können auch bereits abgeschlossen sein. Die Anträge können sowohl rückwirkend, für laufende Projekte, als auch für künftige Projekte beantragt werden. Die Projektanzahl ist nicht limitiert.

Nachdem diesem Förderprogramm ein Gesetz zugrunde liegt ist die Bewilligungsrate gemessen an allen anderen Förderprogrammen relativ hoch, da sich die eingereichten Projekte miteinander nicht im Wettbewerb einer Förderungserlangung befinden. Wenn Sie die Kriterien erfüllen steht Ihnen die Förderung zu. Die eingereichten Anträge werden von der Bescheinigungsstelle BSFZ geprüft, ob es sich um F+E - Projekte handelt, die den Richtlinien und Forderungen entspricht.

Die Anträge sind von den möglichen Zeichen begrenzt, so dass die Anträge in Fördermittelsprache so auf den Punkt gebracht ausgearbeitet werden müssen, damit der Prüfer*in den Antrag genehmigen kann. Wie bei allen allen Prüfungen gibt es auch bei der SFF Vorgaben über den prozentualen Anteil der Bewilligungen. Aus diesem Grund ist es wichtig alle veröffentlichten und nicht offensichtlichen Punkte so perfekt in ihrem Antrag auszuarbeiten, dass Ihr Antrag auf Förderung auch durchgeht.

Das Förderprogramm läuft bis 2026 und wird voraussichtlich verlängert werden, da andere europäische Länder schon länger ähnliche Förderprogramme haben und die Bundesregierung deutsche Unternehmen unterstützen möchte, um den Innovationsstandort Deutschland zu stärken.

ZIM - Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden. Es soll zum volkswirtschaftlichen Wachstum beitragen, insbesondere durch die Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen und die Hebung des Niveaus anwendungsnahen Wissens.

Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit ihnen zusammenarbeiten, erhalten Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen. Wesentlich für eine Bewilligung sind der technologische Innovationsgehalt sowie gute Marktchancen der geförderten FuE-Projekte. Das ZIM zielt auf mittelstandsgerechte Rahmenbedingungen und ist auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgerichtet.

Die Unternehmen können Forschung und Entwicklung als Einzelprojekte durchführen oder als Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen oder anderen Unternehmen. Darüber hinaus werden das Management und die Organisation von innovativen Unternehmensnetzwerken gefördert. Sowohl bei Kooperationsprojekten als auch bei Netzwerken unterstützt das ZIM auch internationale Partnerschaften.
Geplante Forschungs- und Entwicklungsvorhaben müssen mit einem erheblichen technischen Risiko behaftet sein, für das geförderte Unternehmen neue Marktchancen eröffnen und auf die Verwertung neuer Produkte, technischer Dienstleistungen oder besserer Herstellungsverfahren ausgerichtet sein. Bei ZIM geht es immer um anspruchsvolle Entwicklungsvorhaben.

Eingereichte ZIM-Projekte werden von Gremien geprüft und nur die Besten werden gefördert. Die Ausarbeitung des Antrages spielt also eine entscheidende Rolle.

Es können folgende Vorhaben gefördert werden:
Einzelvorhaben
Kooperationsprojekte aus mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung (optimal für einen erfolgreichen Antrag sind 2 Unternehmen und eine Forschungseinrichtung)
Innovationsnetzwerke


Gefördert werden KMU (Klein- und Mittelstand Unternehmen) bis maximal 1.000 Mitarbeiter. Die Förderhöhe richtet sich nach der Unternehmensgröße, dem Standort und ob es sich um ein Start Up handelt. Die Forschungseinrichtung wird immer komplett gefördert, so dass hier auf die forschenden Unternehmen keine zusätzlichen Belastungen hinzukommen.

Die ZIM-Förderung ist branchenoffen, aber es gibt Bereiche, bei denen die Chancen für einen Förderung höher sind, als bei anderen. So ist eine Förderung im Bereich von Apps, als Beispiel praktisch unmöglich. Gute Chancen ergeben sich in Bautechnologien, Chemie, Elektrotechnik, Energietechnologien, alle Arten von Fahrzeug- Luft und Schiffstechnologien, Medizintechniken, Messtechnik, Mikro- und Nanotechnik, Produktionstechnologien, Sensorik, Textilforschung, Umwelttechnologien und Werkstofftechnologien. Prädestiniert sind natürlich die Themen, die den Zeitgeist treffen, wie Dekarbonisierung, Klimawandel, Elektromobilität, Nachhaltigkeit u.ä.

Die typische Laufzeit eines Projektes beträgt 2 Jahre. Alle  Monate kann ein neues Projekt beginnen.

 

KMU Innovativ (kleine und mittlere Unternehmen)

Mit der Förderinitiative KMU-innovativ unterstützt das BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung den deutschen Mittelstand.

KMU-innovativ ist in Technologiefeldern integriert, die für Deutschlands Zukunft besonders wichtig sind:

- Bioökonomie
- Biomedizin
- Elektronik und autonomes Fahren
 - High Performance Computing
- Forschung für die zivile Sicherheit
- Medizintechnik
- Informations- &  Kommunikationstechnologien
- Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität
- Materialforschung
- Photonik und Quantentechnologien
- Ressourceneffizienz und Klimaschutz
- Zukunft der Wertschöpfung

KMU_Innovativ

Ein zweistufiges Verfahren mit verbindlichen Fristen gibt Planungssicherheit. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten in der Regel zwei bis drei Monate nach Vorlage der Projektskizze zum 15. April bzw. 15.Oktober mitgeteilt. Über die Bewilligung einer Förderung wird ebenfalls innerhalb von zwei bis drei Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen entschieden.

Ein KMU ist entsprechend der Definition der EU-Kommission ein Unternehmen, das
- weniger als 250 Beschäftigte hat,
- einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder
- eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro aufweist.

KMU-Vorhaben sind zum Vergleich mit einem ZIM oft sehr praxisorientiert.
Die ZIM-Förderung ist branchenoffen, aber es gibt Bereiche, bei denen die Chancen für einen Förderung höher sind, als bei anderen. So ist eine Förderung im Bereich von Apps, als Beispiel praktisch unmöglich. Gute Chancen ergeben sich in Bautechnologien, Chemie, Elektrotechnik, Energietechnologien, alle Arten von Fahrzeug- Luft und Schiffstechnologien, Medizintechniken, Messtechnik, Mikro- und Nanotechnik, Produktionstechnologien, Sensorik, Textilforschung, Umwelttechnologien und Werkstofftechnologien. Prädestiniert sind natürlich die Themen, die den Zeitgeist treffen, wie Dekarbonisierung, Klimawandel, Elektromobilität, Nachhaltigkeit u.ä.

Die typische Laufzeit eines Projektes beträgt 2 Jahre. Alle  Monate kann ein neues Projekt beginnen.

Digitalisierungsprämie

Die Digitalisierung beinhaltet für die Unternehmen eine große Chance für effizientere betriebliche Prozesse, neue Produkte und Dienstleistungen oder innovative Geschäftsmodelle. Mit der Zuschussvariante der Digitalisierungsprämie unterstützt der Staat kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrem Digitalisierungsvorhaben.

Die Höhe variiert je nach Bundesland und beträgt in Bayern max. 10.000 € und in BaWü 4.000 €.
Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
Es ist nur eine einmalige Förderung möglich.
Falls Sie Fremdkapital anstelle eines Zuschusses zur Finanzierung benötigen oder Ihre Investitionssumme über
25000 €  liegt, können Sie auch die Darlehensvariante der Digitalisierungsprämie Plus wählen.

Es wird in den Digitalbonus Standard und Digitalbonus Plus unterscheiden.

Digitalbonus Standard

Die Optimierung von Unternehmensprozessen durch den Einsatz von z.B. ERP-, CRM-, Dokumentenmanagement- und Warenwirtschaftssystemen ist eine typische Maßnahme des Digitalbonus Standard.
Auch durchgängige Branchenlösungen (z.B. Handwerkersoftware), Lager- und Logistiklösungen oder CAD-Software sind Maßnahmen, die mit der Standardvariante gefördert werden.
Ein reiner Lizenzkauf einer auf dem Markt verfügbaren (Branchen-)Software bzw. eine vergleichbare Individualprogrammierung kann per se nicht als besonders innovativ angesehen werden, und fällt somit ebenfalls in den Digitalbonus Standard.
Plattform- und Portallösungen ohne technische oder innovative Besonderheiten wie z.B. Kunden- und Bewerberportale, Handels- oder Lernplattformen werden ebenfalls mit dem Standard gefördert.
Softwarelösungen, die in erster Linie Unternehmensprozesse zur Kundengewinnung zum Inhalt haben, können ebenfallls nur mit dem Digitalbonus Standard bezuschusst werden.
IKT-Hardware, auch wenn diese besonders performant oder hochwertig ist.
 
Digitalbonus Plus

Bei Digitalbonus Plus Anträgen ist eine detaillierte Beschreibung des besonderen Innovationsgehalts und des Neuheitsgrads notwendig – idealerweise mit einer Abgrenzung zu bestehenden Lösungen, Besonderheit in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Branche.
Zur Beschreibung des besonderen Innovationsgehalts können Sie auf folgende Kriterien eingehen:
deutlich besserer Digitalisierungsgrad
hoher messbarer Mehrwert
echte Transformation (neues andersartiges Geschäftsmodell)
Bedienung neuer Märkte
betrete mit digitalem Produkt/Dienstleistung Neuland
Produkt/Dienstleistung erhält durch den Einsatz von IKT völlig neue Einsatzmöglichkeiten oder Funktionalitäten
signifikante Änderung von Prozessen

Projektförderung

Im Rahmen einer Projektförderung können Sie Zuschüsse für einzelne, abgegrenzte Vorhaben erhalten. Diese finanzielle Unterstützung soll es Ihnen erleichtern, von Ihnen verfolgte Projekte durchführen zu können, Ergebnisse und Ziele zu erreichen, die auch im Interesse des Förderers und der Allgemeinheit stehen. Projektförderung wird in der Regel auf Basis veröffentlichter Förderprogramme und Förderrichtlinien durchgeführt. Diese „Bekanntmachungen“ veröffentlicht der jeweilige Fördermittelgeber im Bundesanzeiger und über die Internetseiten der Förderinstitutionen. Mit der fachlichen und administrativen Umsetzung der Fördermaßnahmen beauftragen Fördermittelgeber in der Regel Projektträger.

Projektförderung

Zweistufiges Verfahren

Bei zweistufigen Verfahren wird meistens in der ersten Stufe eine Skizze eingereicht. Wenn diese positiv begutachtet wurde, erfolgt die formelle Antragstellung. Bei einstufigen Verfahren wird sofort ein formeller Antrag gestellt. Welches Verfahren gilt, regeln im Einzelfall die jeweiligen Programme oder Richtlinien.

Bei der SFF ist das Verfahren ebenfalls zweistufig. Allerdings wird dort in der ersten Stufe durch die BSFZ die Fördervoraussetzungen geprüft und bescheinigt. In der 2. Stufe wird der bewilligte Antrag dann beim Finanzamt zur Fördergelderlangung eingereicht.

Grundlagenforschung

Die Grundlagenforschung (englisch: fundamental research, basic research, pure research oder blue skies research) ist im engeren Sinne die wissenschaftliche Aufstellung, Nachprüfung und Diskussion der Prinzipien einer Wissenschaft, etwa in den Naturwissenschaften, in der Medizin, oder der Mathematik. Sie sucht nach Erkenntnis, die Anwendung ist zunächst zweitrangig. Beispielsweise gehen die heutigen breiten Anwendungen von Elektrizität, Radioaktivität, Lasertechnologie oder Computern auf erkenntnisorientierte Entdeckungen der Grundlagenforschung zurück. Die Grundlagenforschung ist einer der Möglichkeiten für die einen Förderung gewährt werden kann.

Industrielle Forschung

Die industrielle Forschung bedeutet planmäßiges Forschen oder kritisches Erforschen zur Gewinnung neuer Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, in einer folgenden experimentellen Entwicklung neue Verfahren, Produkte, oder Dienstleistungen zu entwickeln, oder zur Verwirklichung erheblicher Verbesserungen bei bestehenden Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen nutzen zu können. 

Forschung

Die industrielle Forschung reicht dabei von der Ideenfindung bis zur Validierung von Labormustern. Die Weiterentwicklung des funktionsfähigen Labormusters bis zum Prototypen fällt dann bereits in die Kategorie Experimentelle Entwicklung. Allgemein handelt es sich bei industrieller Forschung noch um einen relativ geringen Technologiereifegrad.

Experimentelle Forschung

Die experimentelle Forschung ist ein wissenschaftlicher Ansatz für den Umgang mit zwei oder mehr Variablen. Es handelt sich im Grunde um ein Experiment, das durchgeführt wird, um die Ursache - Wirkungs - Beziehung zwischen diesen Variablen herauszufinden.

Experimentelle Forschung kommt häufig zum Einsatz, falls eine zeitliche Priorität in einem Ursache- Wirkungs - Beziehungen besteht (Ursache geht der Wirkung voraus), eine Konsistenz in einer Ursache - Wirkungs - Beziehung (eine Ursache wird immer zur gleichen Wirkung führen) besteht, oder die Tragweite einer Korrelation groß ist.

Es gibt verschiedene Definitionen zum Begriff der experimentellen Forschung. Im eigentlichen Sinn ist die experimentelle Forschung das, was wir ein „echtes Experiment“ nennen. Beim echten Experiment manipuliert der Forscher eine Variable und steuert / randomisiert die weiteren Variablen.
Die experimentelle Forschung oder das Quasi-Experiment lassen sich sehr weit definieren als eine Untersuchung, bei welcher der Wissenschaftler etwas aktiv beeinflusst, um die Folgen zu beobachten. Die meisten Experimente lassen sich tendenziell zwischen der engeren und der weiteren Definition einordnen.

 

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